Armut in Österreich

Armutskonferenz: 2010 muss tatsächliches Jahr der Armutsbekämpfung werden

Utl.: Armutskonferenz beginnt EU-Jahr gegen Armut mit Mailkampagne. Soziale Rechte und Teilhabe von Betroffenen müssen gestärkt werden. =

   Wien (OTS) - Mit einer Mailkampagne die Regierungschef und
Finanzminister dazu auffordert, das Jahr 2010 zu einem tatsächlichen
Jahr der Armutsbekämpfung zu machen, hat die Armutskonferenz bereits
zu Jahreswechsel den Startschuss für das EU-Jahr gegen Armut 2010
gesetzt.
   Mit zahlreichen weiteren Aktivitäten sollen vor allem soziale
Rechte und Teilhabe von Armutsbetroffenen gestärkt und die
öffentliche Debatte zu sozialer Gerechtigkeit forciert werden.
"Aktuelle europäische Studien zeigen, dass die ganz große Mehrheit
der Bevölkerung von der Politik deutlichere Maßnahmen gegen Armut
fordert", so Michaela Moser von der Armutskonferenz, die als
Vizepräsidentin des Europäischen Antiarmutsnetzwerks EAPN auch auf
EU-Ebene engagiert ist. "Das Jahr der Armutsbekämpfung darf nicht auf
Sonntagsreden beschränkt bleiben. Es braucht effektive Strategien und
Maßnahmen, die unter Einbeziehung der Betroffenen entwickelt und
umgesetzt werden müssen."
   Um Stereotype und Vorurteile abzubauen und die Rechte der
Betroffenen zu stärken, setzt die Armutskonferenz 2010 vor allem auf
den direkten Dialog mit der breiten Öffentlichkeit. Im Rahmen eines
interaktiven Theaterprojekts werden in ganz Österreich Möglichkeiten
der direkten Auseinandersetzung mit Menschen mit Armutserfahrungen
und deren Lebenssituation geschaffen, gleichzeitig sollen
partizipative demokratische Prozesse der Lösungssuche gefördert
werden.
   Verteilungsfragen stehen im Mittelpunkt der 8. Österreichischen
Armutskonferenz, die am 23./24. Februar in Salzburg stattfindet.
Zusätzliche beschäftigen sich Projekte der über 30
Mitgliedsorganisationen des Armutsnetzwerks mit der Situation
armutsbetroffener AlleinerzieherInnen und Kinder, Armut und Gewalt
gegen Frauen, Sport und sozialer Ausgrenzung, Gesundheitsförderung
und Obdachlosigkeit, und der Vermeidung von Überschuldung.
"Armut geht uns alle an. Soziale Ungleichheit schadet der ganzen
Gesellschaft", so Moser. Das müsse im Jahr der Armutsbekämpfung
deutlich werden und "deshalb ist es uns wichtig, so viele Menschen
als möglich und nicht zuletzt Menschen mit Armutserfahrungen direkt
in die Aktivitäten einzubeziehen."
   Wer gleich zu Beginn des Jahres ein Zeichen setzen will, kann
unter der Mailadresse http://gegen.armut.at den Appell der
Armutskonferenz an die Regierungsspitze unterstützen.
Rückfragehinweis:
   Michaela Moser, Tel. 0676-544 26 46
   Martin Schenk, Tel. 0664 - 5445554
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
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OTS0084    2010-01-15/10:56
151056 Jän 10
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